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Armbandarten

Makramee-Armband

Ein Makramee-Armband erhält seine Struktur durch wiederholte Knoten. Unterscheide das eigentliche Band vom Schiebeverschluss, lies Aufbau und Faserangabe getrennt und prüfe Einstieg, Sitz und Verarbeitung.

Aktualisiert am 4 Min. Lesezeit

Bei einem Makramee-Armband bilden zu Mustern geknotete Schnüre oder Fäden das Band. Die Knoten erzeugen die textile Fläche selbst: einen schmalen Streifen, ein breiteres Band oder ein Muster um Perlen oder ein Mittelstück. „Makramee“ bezeichnet diesen Aufbau. Prüfe deshalb Faser und Verschluss gesondert.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Makramee ist eine Technik, bei der Schnüre oder dicke Fäden zu Mustern geknotet werden. So beschreibt es der Eintrag eines kunsthistorischen Forschungsinstituts.
  • Eine kurze geknotete Hülse kann nur als Schiebeverschluss dienen, während der Rest aus einfacher Kordel oder einer anderen Konstruktion besteht.
  • Freundschaft beschreibt eine Beziehung, Paracord eine Schnurart. Keiner der Begriffe erklärt den Aufbau des eigentlichen Bands.
  • Eine geschlossene Schlaufe mit Schieber braucht sowohl genügend Öffnung für die Hand als auch eine zum Handgelenk passende Einstellung.
  • Ein Knotenmuster belegt keine Eignung zum Duschen oder Schwimmen. Lies deshalb die Pflegehinweise.

Magst du sichtbare Struktur, betrachte zuerst das Band genau und drehe es dann um. Das erhabene Muster wirst du nicht nur sehen, sondern auch am Handgelenk fühlen. Hier erfährst du, wie du Makramee erkennst und ein fertiges Armband prüfst. Weitere Bauweisen findest du in unserer Übersicht zu Armbandarten.

Wo sitzen die Knoten?

Der Makramee-Eintrag des Getty Research Institute beschreibt eine Technik mit zu Mustern geknoteten Schnüren oder dicken Fäden. Folge beim Armband den wiederholten Knoteneinheiten im Hauptband. Eine dichte Oberfläche kann aus der Ferne wie Stoff wirken. Die Nahaufnahme zeigt den Verlauf der Stränge.

Sieh dann auf die Rückseite. Eine kurze geknotete Hülse kann nur der Schiebeverschluss sein. Der Rest besteht vielleicht aus einfacher Kordel oder einer anderen Textilstruktur. Das hilft auch dann, wenn das Angebot das ganze Stück Makramee nennt. Vielleicht möchtest du die Struktur ringsum oder lieber ein schlichtes Band mit Verstellung darunter.

Eine weitere Möglichkeit ist ein einzelner Zierknoten. Kläre, ob die Knoten das Band bilden, es schließen oder ein Motiv darstellen. Diese Aufgaben können zusammen vorkommen, sind aber verschieden.

Makramee, gewebt, geflochten und Freundschaft: Was unterscheidet sich?

Vergleiche bei Textilstrukturen die Anordnung der Stränge. Das Glossar des George Washington University Museum und The Textile Museum erklärt längs verlaufende Kett- und quer verlaufende Schussfäden im Gewebe. Collins’ Definition des Flechtens beschreibt Stränge, die abwechselnd über- und untereinander verschlungen werden. Kennzeichnend für Makramee ist dagegen das wiederholte Knoten.

Diese Beschreibungen können auf unterschiedlichen Ebenen gelten. Eine fertige Schnur kann schon eine geflochtene Oberfläche haben, bevor sie zum Armband geknotet wird. Betrachte deshalb die einzelne Schnur getrennt vom ganzen Band. Ein diagonaler Streifen oder Winkel allein verrät die Konstruktion nicht. Unsere ausführliche Erklärung zu gewebten, geflochtenen und geknoteten Kordeln verfolgt die Stränge genauer.

Freundschaft bezeichnet eine mit dem Armband verbundene Beziehung, keine vorgeschriebene Textilstruktur. Ein Makrameeband kann ein Freundschaftsarmband sein. Du darfst den Aufbau aber auch einfach wegen des Musters wählen. Ebenso benennt Paracord die verwendete Schnur, erklärt aber nicht den Aufbau des ganzen Bands.

Prüfe Öffnung, Tragelänge und freie Enden

Gehe nicht davon aus, dass jedes Makramee-Armband verstellbar ist. Kläre, ob das konkrete Stück einen Schiebeabschnitt, einen zu öffnenden Verschluss oder zum Binden gedachte Enden hat. Möchtest du es jeden Abend ablegen, wähle eine Öffnung, die du mit der anderen Hand bequem bedienen kannst.

Eine geschlossene Schlaufe mit Schieber muss weit genug für deine Hand aufgehen und sich passend ans Handgelenk einstellen lassen. Das sind zwei Prüfungen. „Verstellbar“ bleibt ohne nutzbaren Bereich und Erklärung der Maße unvollständig. Folge den Größenhinweisen des Modells. Wähle kein enges Band in der Erwartung, die Knoten würden sich passend dehnen.

Verstelle das Band bei einer erlaubten Anprobe nach der gezeigten Methode, beuge das Handgelenk und lege den Arm auf einen Tisch. Achte auf die Lage des Knotenabschnitts und der freien Enden. Auch bei passendem Umfang können Enden stören oder der Schieber unten drücken. Verändere die Abschlussenden bei dieser Prüfung nicht.

Bandmuster und Schieber können ähnlich aussehen. Erkennst du den beweglichen Teil nicht, nutze unseren Ratgeber zu Schiebeknotenverschlüssen, bevor du es bedienst. Lass die tragenden Knoten geschlossen.

Wähle eine Struktur, die du im Alltag magst

Vergleiche die ganze Bandbreite mit der Dicke erhabener Knoten, Perlen und Verschluss. Ein schmales Band mit auffälligem Mittelstück kann mehr ins Auge fallen als ein breites schlichtes Muster. Probiere für einen dezenten Look ein einfarbiges Band, bei dem das Knotenmuster im Vordergrund steht. Für ein deutlicheres Muster wähle Kontrastfarben, die du wirklich gerne trägst.

Prüfe Unterseite, Kanten und beide verarbeiteten Enden. Gibt es eine unangenehme harte Stelle, einen durchtrennten Strang oder einen sich lösenden Abschnitt? Ein bewusst offenes Muster ist etwas anderes als eine unerklärte lockere Stelle. Vergleiche die Produktbeschreibung, statt beliebige Knoten nachzuziehen. Aus einem ordentlich wirkenden Muster auf einem Foto erfährst du weder, welche Faser verwendet wurde, noch wie lange das Band hält.

Kläre das Schnurmaterial und lies die Pflegehinweise des fertigen Stücks, bevor du es im Wasser trägst. Das Knotenmuster sagt nicht, ob Duschen oder Schwimmen damit möglich ist.

Quellen

  1. Makramee-Eintrag des Getty Research Institute getty.edu
  2. Glossar des George Washington University Museum und The Textile Museum museum.gwu.edu
  3. Collins’ Definition des Flechtens collinsdictionary.com