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Können Metall- oder Magnetarmbänder ein MagSafe- oder Qi2-Handy beeinflussen?

Halte Metallarmbänder von kabellosen Ladegeräten fern. Erfahre, wie Magnetverschlüsse mit MagSafe, Qi2, Handykamera und Kompass zusammenhängen.

Aktualisiert am 5 Min. Lesezeit

Lege ein Metallarmband weder auf ein kabelloses Ladegerät noch zwischen Handy und Ladefläche. Schmuck im Ladebereich kann warm werden oder das Laden stören. Ein beim Halten des Handys getragenes Armband ist eine andere Situation als eine auf der Ladefläche liegende Kette. Bei einem Magnetverschluss kommen außerdem Kompass und Kamera ins Spiel.

Das Wichtigste

  • Apples Sicherheitshinweise für das iPhone nennen Schmuck, Schlüssel, Münzen und Batterien als Metallgegenstände, die nicht auf ein kabelloses Ladegerät gehören. Sie können warm werden oder das Laden stören.
  • Auch mit Fremdkörpererkennung solltest du kein Armband auf der Ladefläche liegen lassen. Sie ist eine Sicherheitsfunktion des Ladegeräts.
  • Bei einem magnetischen Qi2-Ladegerät richten die Magnete nur das Handy aus. Das Laden übernehmen die Spulen, erklärt das WPC.
  • Hast du ein implantiertes medizinisches Gerät, frag dein Behandlungsteam, bevor du magnetischen Schmuck trägst.

Beeinflusst ein Metallarmband das Laden mit MagSafe oder Qi2?

Entferne zuerst ein loses Armband auf oder neben der Ladefläche. Apples Sicherheitshinweise für das iPhone nennen Schmuck unter den Metallgegenständen, die nicht auf ein kabelloses Ladegerät gehören. Die MagSafe-Anleitung verlangt eine ebene Fläche ohne Metall und andere Fremdkörper. Der Ratgeber zum kabellosen Laden weist darauf hin, keine Gegenstände zwischen Handy und Ladegerät zu legen.

Gib dem nachts abgelegten Armband einen eigenen Platz neben dem Ladegerät, etwa eine kleine Schale. Achte beim Ablegen des Handys auf lose Ketten oder Verschlüsse, die zur Ladefläche rutschen könnten. Du musst den Schmuck nicht aufs Ladegerät legen, um eine mögliche Störung zu prüfen.

Die Ausrichtungsmagnete von Qi2 machen losen Schmuck nicht zum Teil des Ladesystems. Die Erklärung magnetischer Ladegeräte des WPC unterscheidet die Magnete zur Ausrichtung von den Spulen zur Energieübertragung. Halte auch die Ladefläche eines magnetischen Ladegeräts frei.

Warum Metall zwischen Handy und Ladegerät entscheidend ist

Die Einführung zu Qi v1.3 von 2021 des WPC erklärt, dass das Ladefeld in freiliegenden leitfähigen Gegenständen Ströme erzeugen und sie dadurch erwärmen kann. Als Beispiele nennt sie Münzen und Schlüssel. Ein in diesem Feld liegendes Armband ist ein Fremdkörper und kein dafür entwickelter Bestandteil des Handys oder Ladegeräts.

Dasselbe Dokument beschreibt Fremdkörpererkennung und Tests mit Referenzgegenständen in festgelegten Referenzsituationen. Daraus kannst du nicht ableiten, wie dein Ladegerät auf ein bestimmtes Armband oder einen Verschluss reagiert. Halte Schmuck fern, statt dich auf die Erkennung zu verlassen oder ihn absichtlich auf der Ladefläche auszuprobieren.

Kann ein Magnetverschluss ein MagSafe- oder Qi2-Handy stören?

Ein Magnetverschluss gehört nicht zu den für Handy und Ladegerät vorgesehenen Ausrichtungsmagneten. Halte ihn ebenso wie anderes loses Zubehör von der Ladefläche fern. Apples Ladehinweise warnen außerdem, dass Gegenstände zwischen Handy und Ladegerät die Leistung verringern können. Einzelne Armbandverschlüsse testen sie nicht.

Abseits des Ladegeräts erklärt Apples Kompassanleitung, dass magnetische Einflüsse oder Umgebungsstörungen die Kompassgenauigkeit beeinträchtigen können. Ändert sich die angezeigte Richtung bei einem nahen Magnetverschluss, entferne ihn und prüfe erneut.

Ob der Verschluss dein Armband am Handgelenk hält, ist eine getrennte Frage. Sie behandelt unser Vergleich von Magnet-, Schraub-, Clip- und Karabinerverschlüssen. Unsere Übersicht der Armbandverschlussarten mit Bildern hilft dir, deinen Verschluss zu erkennen.

Armbandarten im Vergleich mit MagSafe- oder Qi2-Handy und Ladegerät

Die Tabelle behandelt nur Laden und Magnete. Für Hüllenpassform und Styling helfen unsere Ratgeber zu Handyhüllen.

Unterschiede nach Armbandart auf Grundlage der Hinweise von Apple und WPC
ArmbandartAuf dem Ladegerät oder zwischen Handy und LadegerätIn der Hand, abseits des Ladegeräts
Stahlspange oder Gliederarmband ohne MagneteMetallgegenstand: von Ladefläche und Zwischenraum fernhalten. Er kann warm werden oder das Laden stören.Von der Ladefläche fernhalten.
Kettenarmband mit Karabiner- oder KastenverschlussDerselbe Metallhinweis. Eine lose Kette kann unter das Handy rutschen und dessen ebenes mittiges Aufliegen verhindern.Von der Ladefläche fernhalten.
Armband mit Magnetverschluss oder MagnetperlenVon Ladefläche und Zwischenraum fernhalten. Dort können magnetische Gegenstände die Leistung verringern. Metallteile zählen als fremdes Metall.Ein Magnet nahe am Handy kann die Kompassgenauigkeit beeinflussen.
Leder-, Kordel- oder Perlenarmband mit nicht magnetischen Metallkappen oder VerschlussAuch kleine Metallteile zählen auf der Ladefläche als fremdes Metall.Von der Ladefläche fernhalten.

Nächster Schritt: Prüfe deinen Ladeplatz

Betrachte die täglich genutzte Ladefläche oder das MagSafe-Ladegerät und gib dem Armband daneben einen eigenen Platz, etwa eine kleine Schale. Bricht das Laden oft ab oder wird langsam, entferne zuerst Metall von der Fläche, bevor du nach einem Fehler am Handy suchst. Suche dein Ladegerät in der Datenbank zertifizierter Produkte des WPC, die zertifizierte Produkte nach ihrer WPC-ID aufführt. Hat deine Hülle zusätzlich Ringe, Einlegeplättchen oder eine Schlaufenbefestigung, nimm sie und dein Armband in die Ladezeile der Checkliste zur Handyhülle passend zum Armband auf.

Häufige Fragen zu Armbändern, Magneten und MagSafe-Handys

Apple rät davon ab, Kreditkarten, Sicherheitsausweise, Reisepässe oder Schlüsselanhänger zwischen iPhone und MagSafe-Ladegerät zu legen. Das könnte Magnetstreifen oder RFID-Chips beschädigen. Enthält deine Hülle Karten, sollen sie laut Apple vor dem Laden herausgenommen werden oder sich zumindest nicht zwischen Handyrückseite und Ladegerät befinden. Der allgemeine Ratgeber zum kabellosen Laden gibt denselben Hinweis für Qi-Ladegeräte.

In einem archivierten Supporthinweis erklärt Apple, dass Linsenpositionssensoren mancher iPhone-Kameras auf Magnetfelder reagieren. Ein naher Magnet kann optische Bildstabilisierung und Autofokus mit geschlossenem Regelkreis stören oder vorübergehend deaktivieren. Die Kamera fotografiert dann ohne diese Funktionen weiter. Apple rät von Zubehör mit Magneten oder magnetischem Metall nahe den Rückkameras ab. Beschrieben werden Störungen oder vorübergehende Deaktivierung. Dauerhafte Schäden behandelt der Hinweis nicht.

Das ist möglich. Apples Sicherheitshinweise raten zum Entfernen von Metallhüllen beim kabellosen Laden. Der Laderatgeber empfiehlt bei langsamem oder ausbleibendem Laden versuchsweise das Entfernen einer dicken Hülle, Metallhülle oder Hülle mit Batterie. Das Wireless Power Consortium weist darauf hin, dass manche Spezialhüllen Metallverzierungen oder innere Metallschichten enthalten, die die Ladeeffizienz verringern oder das Laden vollständig verhindern können.

Laut Apple können iPhone oder MagSafe-Ladegerät beim Laden etwas wärmer werden, wie bei anderen kabellosen Ladegeräten. Wird der Akku zu warm, kann die Software das Laden über 80 Prozent begrenzen. Ein kühlerer Platz für Handy und Ladegerät kann helfen. Apple empfiehlt außerdem einen gut belüfteten Ladeplatz und rät von langem Hautkontakt mit einem laufenden Ladegerät ab.

Quellen

Markenhinweis: Apple, iPhone und MagSafe sind Marken von Apple Inc. Qi und Qi2 sind Marken des Wireless Power Consortium, Inc. Armband kaufen ist mit keinem der genannten Markeninhaber (Apple Inc. oder Wireless Power Consortium, Inc.) verbunden und wird von diesen weder autorisiert noch gesponsert oder unterstützt. Die Namen bezeichnen die besprochenen Geräte, Plattformen und Standards.