Bei manchen Kraftübungen kannst du ein kleines Armband tragen, sofern die Studioregeln und die Geräteanleitung das zulassen. Bei freiwilligem Schmuck ist Ablegen aber die einfachste Wahl, sobald er ans Gewicht gelangen, den Griff einengen, unter Trainingshilfen drücken oder die Handgelenkposition stören könnte. Dass es zwischen den Sätzen bequem sitzt, sagt nichts darüber aus, ob es bei der Übung stört.
Das Wichtigste
- Der Wechsel an den anderen Arm hilft nur, wenn auch dort nichts stört. Die meisten Langhantelübungen brauchen beide Hände.
- Bei Drückübungen oder Front-Rack-Position kann ein Armband zur Hand rutschen. Eine starre Spange kann beim Beugen den Handrücken berühren.
- Unter einer Handgelenkbandage bleibt ein Verschluss zwischen Bandage und Haut. Auch mit einer Abdeckung musst du klären, ob das Studio das Armband erlaubt und ob es beim Training mit dem Gerät in Kontakt kommen könnte.
- Beim Kettlebell-Get-up liegt die Kugel am Unterarm. Der von ihr beanspruchte Bereich sollte frei von dekorativem Schmuck bleiben.
- Stört das Armband schon bei einer Bewegung ohne Gewicht, lege es ab. Eine belastete Wiederholung zum Testen ist unnötig.
Entscheide vor dem Training mit Blick auf die geplanten Übungen. Unsere Ratgeber zu Sport und Arbeit behandeln andere Aktivitäten. Hier geht es um den nötigen Platz für Hände und Handgelenke rund um Gewichte.
Studioregeln prüfen und störende Kontakte erkennen
Prüfe Schmuckregeln der Einrichtung und Anleitungen der geplanten Geräte. Die Bekleidungsvorgaben von Boise State Campus Recreation empfehlen beispielsweise das Ablegen vor Aktivitäten oder Gerätegebrauch in Fitnessbereichen. Das ist die Empfehlung dieses Betreibers. Frage dein eigenes Studio nach seinen Anforderungen.
Ist Schmuck erlaubt, prüfe vor dem Anfassen eines Gewichts mit leeren Händen:
- Platz für die Hand: Rutscht das Stück auf Handballen oder Handrücken, wenn du den Unterarm drehst oder die Hand öffnest und schließt?
- Handgelenkbewegung: Drücken Kante, Perle oder Verschluss bei den für deine Übungen benötigten Positionen?
- Lose Teile: Hängen Anhänger, Verlängerungsketten oder Verstellenden im Arbeitsraum von Händen und Geräten?
- Trainingsausrüstung: Würde etwas unter Bandage, Zughilfe oder Handschuhmanschette liegen?
Ein sichtbarer Konflikt reicht zum Ablegen. Du musst nicht unter Last prüfen, ob er auszuhalten ist. Weißt du nicht, welche Handgelenkposition die Übung verlangt, frage vor Beginn die Trainingsleitung.
Langhantel: Griff und Handgelenkposition beibehalten
Denke alle Positionen deiner Trainingseinheit durch. Bleibt das Armband bei herabhängenden Armen oberhalb der Hand, kann es beim Anheben zum Drücken oder in die Front-Rack-Position trotzdem zur Hand rutschen. Eine starre Spange kann bei verändertem Winkel den Handrücken berühren. Lass sie ab, wenn du dafür die gelehrte Position ändern müsstest.
Achte bei Rudern, Kreuzheben und anderen Zugbewegungen besonders auf lose Enden und zur Hand rutschende Teile. Bei Drückübungen und Front-Rack-Position zählt auch Verschluss oder Spangenkante am Handgelenk. Prüfe das Stück anhand der Bewegungen deiner Einheit.
Du solltest wegen eines Armbands weder breiter greifen noch die Hand anders drehen oder während eines Satzes ständig auf dein Handgelenk achten müssen. Auch am anderen Handgelenk darf es nicht stören; die meisten Langhantelübungen nutzen beide Hände. Stört es nach Beginn, lege das Gewicht sicher ab, bevor du den Verschluss berührst.
Kurzhanteln und Kettlebells gesondert beurteilen
Beachte bei Kurzhanteln Griff und Platz neben den Enden, besonders beim Drehen der Hände zwischen Positionen. Lege ein Armband ab, wenn es zwischen Hand und Gewicht rutschen oder daran schlagen würde. Prüfe beide Handgelenke auch bei einarmigen Übungen: Beim Seitenwechsel arbeitet die andere Hand.
Denke auch an Aufnehmen und Zurücklegen. Ein Anhänger kann beim Greifen ins Ablageregal stören, auch wenn er im Stehen nicht an den Griff kommt. Verstaue Schmuck vor dem Holen der Gewichte, statt beim Öffnen eines Verschlusses eine Hantel zu balancieren.
Bei Kettlebells kommt möglicher direkter Kontakt mit dem Unterarm hinzu. In der Anleitung zur Ausgangsposition beim Kettlebell-Get-up beschreibt StrongFirst ein neutrales Handgelenk und die am Unterarm liegende Kugel. Lass den beanspruchten Bereich frei von Schmuck. Frage bei Cleans, Presses und anderen geplanten Bewegungen vorher nach Kontaktpositionen. Verschiebe die Kugel nicht und ändere keine Technik, um ein Armband zu schonen.
Eine Handgelenkbandage ist keine Schmuckabdeckung
Bandagen, Zughilfen und Handschuhe haben eigene Anpassungs- und Gebrauchshinweise. Entferne Schmuck aus ihrem benötigten Bereich. Ein Verschluss unter einer Bandage bleibt zwischen ihr und dem Handgelenk; eine Kette nahe der Zughilfe bringt einen weiteren Gegenstand an die Hand.
Ziehe ein Armband weder einschneidend fest noch klebe es ab oder verstecke es unter einem Schweißband. Auch mit einer Abdeckung musst du klären, ob das Studio das Armband erlaubt und ob es beim Training mit dem Gerät in Kontakt kommen könnte. Dass du eine Trainingshilfe oder vorgeschriebene Schutzausrüstung trägst, bedeutet nicht automatisch, dass Modeschmuck darunter erlaubt ist.
Eine Fitnessuhr ist ein eigenes Gerät mit einem Zweck. Folge ihren Aktivitäts- und Passformhinweisen, prüfe Studio- und Geräteanforderungen und besprich Konflikte mit der Trainingsleitung. Lass zusätzlichen Schmuck an diesem Handgelenk weg, damit Uhr und Trainingshilfen ihren vorgesehenen Platz haben.
Weich oder schweißbeständig bedeutet nicht für Krafttraining geeignet
Silikonband oder weiche Kordel wirken möglicherweise unauffälliger als ein Reif. Passform, Beschläge und Anleitung bleiben wichtig. Ein weiches Band ist nicht automatisch für das Gerät geeignet. Du kannst auch nicht davon ausgehen, dass es sich beim Hängenbleiben zuverlässig löst. Prüfe auch die Pflege bei Schweiß.
Lies vor dem Training die Hinweise für das ganze Armband einschließlich Oberfläche, Steinen und Verschluss. Schließen sie Sport oder körperliche Aktivität aus, trage es danach. Auch wenn das Band schweißbeständig ist, müssen Verschluss, Verzierung und das fertige Stück für die geplante Nutzung geeignet sein.
Notwendige Kennzeichnung und Überwachung vor dem Training planen
Bist du auf medizinische Kennzeichnung oder verordnete Überwachung angewiesen, stimme das Training mit dem Anbieter beziehungsweise Behandlungsteam und dem zuständigen Studiopersonal ab. Erkläre, welche Übungen und Hilfsmittel du nutzen möchtest. Entferne keine notwendige Kennzeichnung und unterbrich keine verordnete Überwachung aufgrund allgemeiner Schmucktipps. Kläre Konflikte vorher, auch die Eignung vorgeschlagener Abdeckungen oder anderer Positionen.
Verstaue abgelegten Schmuck vor dem Training in einem geschlossenen Etui. Folge danach vor erneutem Tragen der erlaubten Pflege. Unser Ratgeber zum Reinigen eines Armbands nach dem Sport erklärt diesen Schritt. Für zusätzliche Cardiogeräte, Kurse oder Bodenübungen hilft der allgemeinere Ratgeber zu Armbändern im Fitnessstudio bei der Planung des gesamten Besuchs.